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Soso, aus Unreal Tournament 2007 ist also Unreal Tournament 3 geworden. Gibt`s sonst weltbewegend Neues von Mega-Shooter? Aber ja - wir haben ihn zum ersten mal angespielt. Drei Gründe gäbe es, sagt Jeff Morris, dass Unreal Tournament 2007 nun Unreal Tournament 3 heißt. Erstens: Man wolle sich klar von den Vorgängern abgrenzen, denn der neue UT - Teil setzt neuerdings auf eine starke Solo Kampagne. Zweitens: Da die technische Basis die Unreal Engine 3 sei, quasi die dritte Generation der Unreal- Serie, sollte auch das Spiel entsprechend heißen. Und drittens sei ja nicht mal klar, ob das Spiel noch 2007 erscheinen werde, es könne auch 2008 werden. Die Namensänderung war eine der beiden Wichtigkeiten, die der UT-Producer Morris von Epic Games Ende Januar auf dem Midway Gamers`Day offenbarte; die andere, dass das Spiel nun auch für die Playstation 3 und XBOX 360 erscheinen wird. Okay, gut zu wissen. Die anwesenden Journalisten interessiert trotzdem vor allem eines: die acht Rechner, auf denen ein Capture-the-Flag-Lever von UT3 spielbar war. Wie das aussieht! Wir sparen und denn auch an dieser Stelle die Details zur Kampagne und lassen das besser den Herrn Morris selbst erklären - das GameStar-Interview mit ihm lesen sie auf der folgenden Seite. Stattdessen führen wir Sie schnurstracks in den asiatischen Level, auf demdie Fahnenhatz zwischen Axon und Necris tobt. Schauen Sie sich um: Sehen Sie, wie detailverliebt die gewaltigen fernöstlichen Zitadellen mit Lampions behängt sind, wie Explosionen und Laserblitze Schattenspiele und auf die überall angebrachten Reliefzeichnungen, Holzschnitzereien und Statuen zaubern? Von ihrem Hauptquartier aus windet sich eine felsige Schlucht schlangenförmig zum Gegnergebäude, in der Mitte zerschnitten von einem Wasserarm, über den eine Pagodenbrücke führt. In Kaskaden stürzt das Wasser von den Talwänden in einen kleinen See; in grüne Absätze auf den Felsen haben dürre Bäume ihre Wurzeln eingegraben. Wenn Sie die Schlucht nehmen wollen, setzen Sie sich in eines der Fahrzeuge, die vor der Basis stehen; im Bauch des Tals treffen die Vehinkel aufeinander und zerreiben Infanteristen schnell zwischen ihren Geschützsalven. Wenn Sie sich vor der Basis linker Hand halten, kommen Sie zum Eingang einer Höhle, die sich bis zur Talmitte und weiter zum Gegnerlager zieht. Wenn der Feind keine Wachen aufgestellt hat, dringen Sie unbemerkt bis zu seiner Haustüre vor. Rechter Hand des Tals zieht sich ein langgestrecktes Gebäude entlang, aus dem ein riesiges Mühlrad ragt; seine Schaufeln verschwinden in den Wasserfällen. Wer durch das Gebäude läuft, muss durch die Speichen dieses Mühlrads springen. Für schwere Fahrzeuge ist dort Endstation. So führen drei untereinander verbundene Wege zwischen den Zitadellen hin und her, die sowohl Fahrzeugführern als auch Bodenkämpfern einen Weg zum Gegner lassen. Dort wartet ihre Fahne. Der Killerbrocken Wir sind in Bedrängnis: Vom Respawn-Punkt unserer Menschen-Basis aus (die im Spiel Axon heißen) öffnet sich ein Panoramafenster auf den Taleingang. Auf einer Felsnadel hockt ein dreibeiniges Ungetüm, das unvorsichtige Fußsoldaten in zwei Sekunden mit seinem Doppellaser zerbrennt. Das mechanische Monster ist ein Dark Walker, das stärkste Vehinkel der Necris. Unten kreisen Scorpion-Jeeps und Hellbender-Trucks der Axon, aber der Dark Walker zerstrahlt sie mit wenigen Schüssen. Wir springen in den Goliath-Panzer, das mächtigste Gefährt der Axon, und treten zum Zweikampf an. Keine Chance: Drei Granaten können wir dem Dreibein ins genick ballern, bevor er uns zu einem Metallklumpen eingeschmolzen hat. Danach besitzt der Walker immer noch ein Drittel seiner 1.000 Panzerungspunkte, ein Manta-Gleiter 200. Der Dark Walker ist langsam - das ist sein großer nachteil. Es dauert dast drei Sekunden um den Laserturm um 180 Grad zu drehen. Außerdem bewegt er sich so langsam, dass an Ausweichen nicht zu denken ist. Zur Verteidigung kann deshalb ein zweiter Spieler zusteigen. Der besetzt dann einen Geschützturm an der Unterseite der Kabine, zwischen den Beinen, und ballert mit Schnellfeuergeschossen. Alle größeren Fahrzeuge haben Raum für einen zweiten Mann. So besitzt der Goliath-Panzer genau genau wie der Hellbender-Truck eine MG-Station. Was den Dark Walker zum unangefochtenenFavoriten in der Capture-the-Flag-Partie machte, war nicht so sehr seine Zerstörungskraft (einem Dark Walker auszuweichen ist ein Kinderspiel), sondern seine Fortbewegungsart: Majestätisch, fantastisch animiert und frei von Clipping-Fehlern rammt der Riesenschreiter seine Beine in den Boden, steigt über kleinere Hindernisse lässig Hinweg und arbeitet sich Felsen und Gebäudestufen hoch, die andere Fahrzeuge nicht im Traum erreichen. So besetzt der Walker zentrale Orte auf der Karte, so wie die Felsnadel vor unserer Basis - der dickste Camper, den wir bisher in Shootern gesehen haben. Flink vs. furchterregend Okay, lassen Sie uns den Brocken ausschalten. Ducken Sie sich am Fenster vorbei, dann runter in den Fahrzeughof. Sie nehmen den Manta-Gleiter, wir den Scorpion. Ihr manta ist ein zweirotoriger Schweber, der Plasmasalven abgibt; damit umkreisen Sie den Walker schneller, als er sich drehen kann. Wir ziehen derweil das Feuer auf uns und fliehen mit dem Nachbrenner des Scorpions, sobald der Laser nach uns tastet. UT-Veteranen kennen die Vehinkel schon aus dem Vorgänger, auch wenn sie nun wesentlich besser aussehen. Die Necris werfen neue Fahrzeuge ins Rennen: die Viper ist quasi ein flinkes Schwebe-Motorrad, das auf Knopfdruck meterhoch in die Luft schnellen kann. Auf ausgespannten Tragflächen gleitet es dann langsam zu Boden - ideal, um Hindernisse zu gewinnen und Überblick zu gewinnen. Der Nemesis ist eine Art Raupenpanzer, der aus einem Doppelgeschütz rote Lasersalven feuert. Eine Zoomfunktion macht den Kriecher zum Scharfschützen. Tempo, Tempo! Die cleverste Neuerung ist aber das Hoverboard - ein Gleitbrett, das jeder Spieler standartgemäß bei sich trägt. Auf dem Board bewegen wir uns doppelt schnell, können aber nicht schießen. Schlimmer noch: Wer getroffen wird, purzelt vom Brett und braucht zwei Sekunden, um sich aufzurappeln. Das stellt Fahnenjäger vor spannende Entscheidungen: Auf dem Hoverboard flieht man schneller aus der Feindbasis, ist aber praktisch erledigt, wenn man im Feuerhagel einen Streifschuss abbekommt. In erster Linie taugt das Schwebeeisen perfekt dazu, schnell zur Schlacht zu gelangen. Das Tempo von UT3 zieht dadurch deutlich an. Board-Reiter haben außerdem Tricks auf Lager: Mit einem Greifhaken hängen sie sich an beliebige Vehinkel und lassen sich mitschleppen. Angeblich sollen Sie sogar Feindgerät übernehmen können; ausprobieren konnten wir das nicht. Naseweise Boarder dürfen den Feind sogar mit Kunststückchen verspotten, die sich auf Tastendruch auslösen lassen. Nichts ist befriedigender als mit einem Brettstunt zu hopsen, die Flagge in der Hand. Fazit von GS Redakteur Cristian Schmidt:
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